Ein MundbildEin Mundbild ist die (meist stumme) Artikulation eines Worte… bezieht sich immer auf die deutsche Sprache; es entlehnt ihr ein Wort und bildet dieses auf dem Mund ab. (Es gibt ebenfalls Mundbilder, welche anderen gesprochenen/geschriebenen Sprachen entlehnt sind, z.B. Fremdwörter). In der gebärdensprachlichen Kommunikation unter Gehörlosen wird das MundbildEin Mundbild ist die (meist stumme) Artikulation eines Worte… oft grösser und langsamer ausgeführt, damit die visuelle Information besser ablesbar ist. Wie erwähnt sind Mundbilder im historischen Kontext der Schulbildung gehörloser Menschen zu verstehen.
Mundbilder können sehr unterschiedlich ausgeführt werden. Es gibt Mundbilder, welche eine genaue Entsprechung eines deutschen Wortes darstellen. Andere werden in unterschiedlichem Grade reduziert, d.h. es finden sich nur einige bis ganz wenige Teile des deutschen Wortes auf dem MundbildEin Mundbild ist die (meist stumme) Artikulation eines Worte… wieder.
Warum es diese unterschiedlichen Arten von Mundbildern gibt, ist nicht klar. Es lassen sich aber vier Einflussfaktoren ausmachen:
– Die Generation, zu der eine gehörlose Person zählt (historische Gründe).
– Die Herkunftsfamilie einer gehörlosen Person. Diese kann sich aus gehörlosen, aus hörenden oder aus gehörlosen und hörenden Personen zusammensetzen.
– Die Art der Beschulung, welche eine gehörlose Person erhalten hat: Separierte, teilintegrierte oder integrierte Beschulung.
– Die gebräuchliche Kommunikationsform im Alltag.
No Comments