Mundformen liefern – wie Mundbilder auch – zusätzliche Bedeutung. Sie präzisieren die Art und Weise einer Aktion/Handlung, werden also oft zusammen mit einem Verb produziert.
Auch Verben können von einer MundformEine Mundform (auch Mundgeste genannt) ist eine Mundbewegung… begleitet werden. Zunächst ein Beispiel ohne MundformEine Mundform (auch Mundgeste genannt) ist eine Mundbewegung…, dann zwei Beispiele mit Mundformen:
(a)
GESTERN IX-1(ich). GANZ-TAG(Uhr) ARBEITEN(mb:arbeiten) 00:48-00:51
‘Gestern habe ich den ganzen Tag gearbeitet.’
In diesem Beispiel wird das einfache Verb ‘ARBEITEN’ vom MundbildEin Mundbild ist die (meist stumme) Artikulation eines Worte… ‘arbeiten’ begleitet. Wie gearbeitet wurde, bleibt offen.
Soll angezeigt werden, wie die Handlung vollzogen wird, dann wird eine MundformEine Mundform (auch Mundgeste genannt) ist eine Mundbewegung… benutzt:
(b)
GESTERN IX-1(ICH)) GANZ-TAG(Uhr) ARBEITEN(mf:VIEL) 01:09-01:13
‚Gestern habe ich den ganzen Tag wie verrückt gearbeitet.‘
(c)
GESTERN IX-1(ICH) GANZ-TAG(Uhr) ARBEITEN(mf:ÜBLICH) 01:013-01:17
‚Gestern habe ich den ganzen Tag wie üblich (in normalem Tempo und Umfang) gearbeitet.‘
Eine MundformEine Mundform (auch Mundgeste genannt) ist eine Mundbewegung… wird also gebildet, wenn die Art und Weise einer Handlung vermittelt werden soll. Ansonsten kann ein Verb von einem MundbildEin Mundbild ist die (meist stumme) Artikulation eines Worte… begleitet werden; dies ist aber wiederum abhängig davon, um welche Art von Verb es sich handelt (s. Kapitel MundbildEin Mundbild ist die (meist stumme) Artikulation eines Worte… bei Prädikat).
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