Zu Zeiten, als die Schulen noch sehr lautsprachorientiert waren, wurde viel in eine ganz präzise Artikulation jedes einzelnen Lautes investiert. Um die korrekte Artikulation zu unterstützen, hatten die Schulen unterschiedliche sogenannte phonembestimmte Manualsysteme (PMS) entwickelt.
Nachfolgend einige Beispiele, wie unterschiedliche Laute in (verschiedenen) PMS dargestellt wurden:
(a) [p] 00:27-00:28, 00:34
(b) [b] 00:30-00:31
(c) [s], [r] [l] 00:59-01:09
Solche PMS waren ebenfalls Quelle für Namensgebärden, wie folgendes Beispiel zeigt:
(d) Namensgebärde für ‘Sonja’ 00:49-00:50
Sonja erhält hier eine Namensgebärde, welche auf das Zeichen für den [s]-Laut eines PMS zurückgeht.
Bezug auf FingeralphabetDas Fingeralphabet dient dazu, Wörter der gesprochenen Spra…
Heute werden Laute weniger durch PMS als durch das FingeralphabetDas Fingeralphabet dient dazu, Wörter der gesprochenen Spra… angezeigt. Dies hat auch die Namensgebung beeinflusst: So leiten sich Namensgebärden heute auch aus dem Anfangsbuchstaben des Vornamens einer Person kombiniert mit bestimmten manuellen Komponenten ab. Dazu ein Beispiel:
(a) Mögliche Namensgebärden für ‘Julia’ 00:30-00:35
Der Anfangsbuchstabe ‚J‘ lässt sich mit unterschiedlichen manuellen Komponenten kombinieren, welche auf bestimmte Merkmale der bezeichneten Person Bezug nehmen.
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