Das Agens (oder Akteur, handelnde Person) ist die semantische Rolle einer Entität, die die Aktion im Prädikat des Satzes ausführt.
Bsp.: «Maria kocht das Abendessen.» (Maria ist das Agens des Verbs ‚kochen‘)
Bsp.: «Das Feuer verbrennt das Brot» (Feuer ist das Agens des Verbs ‚verbrennen‘)
Das semantische Agens der Handlung ist in ‚aktiven‘ Sätzen oft dasselbe wie das syntaktische Subjekt des Satzes, wie im obigen Beispiel. In ‚passiven‘ Sätzen ist das semantische Agens jedoch nicht das syntaktische Subjekt, wie in dem folgenden Beispiel, in dem die ‚Mahlzeit‘ das Subjekt ist und ?Thomas‘ das Agens..
Bsp.: «Die Mahlzeit wurde von Thomas gegessen.»

Unter Aktionsart versteht man die Verlaufsweise und Abstufung des Geschehens, das vom Verb bezeichnet wird. Bei Aktionsart handelt es sich um eine lexikalisch-semantische Kategorie, die die Zeitstruktur (auch: Zeitintervallstruktur) einer Handlung oder Situation festlegt. Dabei geht es um die Unterscheidung von Bedeutungsfunktionen, die die Art und Weise einer Handlungsausführung genauer ausdrücken.
>Durativität/Dauer (durativ vs. punktuell),
>Telizität (telisch vs. atelisch),
>Iterativität (Wiederholung vs. Einmaligkeit)

Annotation wird für die Beschreibung von Sprachtexten verwendet. Annotierte Texte enthalten Glossierungen für die Gebärden in der Reihenfolge, in der sie im gebärdeten Satz vorkommen, sowie eine deutsche Übersetzung der Bedeutung des gebärdeten Textes. Wenn weitere Informationen erforderlich sind, werden zusätzliche Informationen hinzugefügt, z. B. der Zeitpunkt, an dem der Satz in einem Videoclip erscheint, oder wie sich die Informationen der Hände mit denen des Gesichtsausdrucks und des Mundbildes überschneiden. (Siehe auch ->Notation, Glossierung)

Aspekt beschreibt die interne zeitliche Struktur eines Ereignisses oder einer Situation, wie sie sich in einem Satz oder Verb widerspiegelt (z.B. wiederholtes Auftreten eines Ereignisses). Dies steht im Gegensatz zur Kategorie Tempus, die anzeigt, wann eine Aktivität, Handlung oder Situation stattfindet.
Es werden verschiedene Arten von Aspekt unterschieden. Die wichtigsten Ausdrucksweisen der unterschiedlichen internen zeitlichen Struktur von Aktivitäten und Situationen in Gebärdensprachen sind folgende:
• Perfektiver Aspekt: Um zu markieren, dass eine Handlung abgeschlossen ist, wird in DSGS oft die Gebärde FERTIG verwendet.
• Imperfektiver-Aspekt: Um zu markieren, dass eine Handlung noch andauert bzw. nicht abgeschlossen ist, wird in Gebärdensprachen die Gebärde, die die Handlung bezeichnet, mehrmals wiederholt und von einem anderen Gesichtsausdruck und einer anderen Körperhaltung begleitet, als wenn die Handlung abgeschlossen ist.
• Durativer Aspekt: Um zu markieren, dass eine Handlung über einen längeren Zeitraum andauert, kann die Bewegung der Gebärde, die die Handlung bezeichnet, wiederholt werden, wobei zwischen den Bewegungen keine Pausen entstehen und sie ziemlich schnell sind; ausser, es wird die Dauer der Handlung betont, dann werden die Bewegungen langsamer und grösser als normal ausgeführt.
• Iterativer Aspekt: Um zu zeigen, dass eine Handlung häufig/oft, wiederholt, regelmässig oder gewohnheitsmässig ausgeführt wird, können Gebärdensprachen dies mit lexikalisierten Gebärden markieren (z. B. OFT, IMMER). Der iterative Aspekt kann aber auch durch eine Modifikation der Gebärde, die die Handlung bezeichnet, zum Ausdruck gebraucht werden, z.B. durch Wiederholung, aber normalerweise mit kurzen Pausen zwischen den Wiederholungen.

Assimilation ist ein Angleichungsprozess, der bewirkt, dass eine Gebärde einer vorangehenden oder nachfolgenden Gebärde in bestimmten Parameter ähnlicher wird. Die Gebärdenkomponente, die verändert wird, um einer vorangehenden oder nachfolgenden Gebärde ähnlicher zu werden, betrifft die Handform, die Bewegung oder die Ausführungsstelle der Gebärde.

Ein linguistisches Attribut fügt semantische Informationen hinzu. In gesprochenen Sprachen werden solche zusätzlichen Informationen über Substantive oft durch ein Adjektiv (z. B. ein grosses Buch), über Verben durch Adverbien (z. B. läuft schnell) gegeben.

Aufzählungspronomen werden auch als Listungspronomen oder Listenbojen bezeichnet. Bei dieser Art der Bezugnahme werden die Gegenstände in Gruppen von eins bis fünf aufgezählt, was durch das Zeigen auf die fünf Finger der anderen Hand dargestellt werden kann. Sobald jeder Finger mit einem linguistischen Referenten identifiziert ist (z.B. fünf verschiedene Kinder), kann der Gebärdende Kommentare zu diesen Referenten in der richtigen Reihenfolge abgeben oder zurückgehen und sich auf sie in einer anderen Reihenfolge beziehen.

Die Ausführungsstelle (oder: der Ausführungsort) ist einer der grundlegenden Parameter für die Form einer Gebärde. Für weitere Informationen >Parameter.
Für Ausführungsstellen im Raum, die für den Satz und die grammatischen Beziehungen wichtig sind, verwandt man häufig den Begriff Lokus.

Der Aussagesatz ist einer der grundlegenden Satztypen, in dem etwas gesagt, mitgeteilt oder festgestellt wird.
Beispiel für einen Aussagesatz:
Deutsch: Das Auto ist rot
DSGS: IXa AUTO ROT IXa

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