Unter Intonation versteht man in der gesprochenen Sprache die Veränderungen in der Tonhöhe (höher/tiefer) und im Rhythmus der Wortproduktion, die oft eine neue Bedeutung hinzufügen oder Emotionen zeigen können. Die Intonation wird als Teil der Prosodie der Sprache betrachtet. In Gebärdensprachen erfüllen Mimik und Kopfbewegung ähnliche Funktionen wie die Intonation in gesprochenen Sprachen.

Die Bezeichnung Ipsilaterale wird verwendet, um Ausführungsstellen oder Kontakte zu beschreiben, die sich auf der gleichen Körperseite der gebärdenden Hand befinden.

Die Handform in einem produktiven Struktur wird oft als Klassifikator-Handform bezeichnet, da sie eine Klasse oder Gruppe von Objekten mit bestimmten Merkmalen bezeichnen kann. Um beispielsweise mehrere Gläser auf einem Tisch darzustellen, verwendet die nicht-dominante Hand einen Klassifikator für flache Objekte mit der Handfläche nach unten, um den Tisch darzustellen, und einen Klassifikator für kleine runde Objekte, um die Gläser auf dem Tisch darzustellen.

In vielen Gebärdensprachen und gesprochenen Sprachen werden die bekannten Informationen in der Regel am Anfang des Satzes ausgedrückt und die neuen Informationen am Ende. Die Elemente mit bekannten Informationen werden als Thema bezeichnet, die neuen Informationen als Kommentar (oder Rhema).

Ein komplexer Satz hat mehr als ein Verb (oder Prädikat) im Gegensatz zu einem einfachen Satz, der nur ein Verb hat.
Die Sätze in einem komplexen Satz können auf zwei Arten gebildet werden:
(1) durch die Koordination von zwei Hauptsätzen. Deutsches Beispiel: „Der Mann liebte seinen Hund und seine Frau liebte ihre Katze». In Gebärdensprachen kann die Verbindung zwischen den Sätzen nicht nur durch Bindewörter (Konjunktionen) wie z.B. «und“, „weil», und «obwohl» angezeigt werden, sondern auch durch den Wechsel bestimmter nicht-manueller Komponenten (NMK).
(2) durch die Unterordnung von einem oder mehreren Sätzen unter einen Hauptsatz. Diese Kombination von Haupt- und Nebensätzen wird auch als Satzgefüge bezeichnet. Ein Nebensatz liegt vor, wenn der Satz so eingebettet ist, dass er als Element des Hauptsatzes oder unabhängigen Satzes fungiert. Deutsches Beispiel: «Maria weiss, dass ihr Mann ihre Katze hasst.», wobei «dass ihr Mann ihre Katze hasst» das direkte Objekt des Hauptverbs «wissen» ist. Relativsätze sind eine Art der Unterordnung, die zusätzliche Informationen liefern.. Ein deutsches Beispiel: «Mein Bruder, den du gestern getroffen hast, spielt gut Fussball». Relativsätze werden in der DSGS vor allem mit dem Wechsel der NMKs markiert.

Kongruenz wird für die Übereinstimmung zwischen zwei oder mehreren Satzgliedern verwendet, um grammatische Kategorien wie die grammatische Person und die Zahl anzuzeigen. In Gebärdensprachen besteht häufig eine Übereinstimmung oder Kongruenz zwischen dem Verb und anderen Teilen des Satzes.

Eine Konstruierte Aktion liegt vor, wenn der Gebärdende Körperteile wie Hände, Kopf, Oberkörper und Gesicht verwendet, um die Aktion eines Referenten (Person, Tier, Objekt) darzustellen, und zwar aus der Perspektive des Referenten. Dies wird auch als Übernahme der Rolle des Referenten beschrieben, z. B. eine Katze, die einen Vogel verfolgt.

Konstruierter Dialog bedeutet, dass der Gebärdende die Rede einer anderen Person wiedergibt, als wäre er selbst diese Person. Um zu markieren, dass man so gebärdet, als wäre man eine andere Person, sind oft eine leichte Körperverlagerung sowie Veränderungen der Kopf- und Blickrichtung und des Gesichtsausdrucks erforderlich. Der konstruierte Dialog steht im Gegensatz zum berichteten Dialog, bei dem die Gebärden und das Körperverhalten aus seiner eigenen Perspektive erfolgen.

Die Bezeichnung kontralateral wird verwendet, um Ausführungsstellen oder Kontakte zu beschreiben, die den Körper überqueren und sich auf der anderen Seite der gebärdenden Hand befinden.

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